Unterstützung durch Familie, Bekannte, Freund*innen und Haushaltshilfe
Wie ist denn sonst eure Familie aufgestellt, hast du Unterstützung aus der Familie? Gibt es da größeres Familiennetzwerk oder ist eure Familie bestehend aus dir und deinen Kindern? Meine Familie wohnt leider weiter weg, so dass ich sie nicht zur Unterstützung im Alltag habe. Die Familie von meinen Söhnen (also väterlicherseits) wohnt in der Nähe und sehen die beiden gerne. Für meine Tochter habe ich vor Ort 1-2 Familien, die mal einspringen, wenn es brennt. Den Alltag organisiere ich in der Regel alleine und plane keine Hilfe ein. Als meine Tochter sechs Wochen alt war, musste sie für vier Tage ins Krankenhaus. Es war abends und ganz plötzlich und ich musste innerhalb von 30 Minuten eine Betreuung für die beiden Jungs organisieren, damit ich mit der kleinen schnell in die Klinik fahren konnte. Zum Glück waren die Großeltern der Jungs gerade frei und konnten einspringen. Dort haben sie dann auch vier Tage übernachtet. In so einem Notfall wären aber sicher auch Nachbarn oder Bekannte eingesprungen. Spannend, die größte Sorge vieler Solomütter oder Wunschmütter: Was machst Du, wenn ein Kind krank ist? Drei Kinder werden die dreimal so oft krank und stecken sich alle gegenseitig an? Wie sind deine Erfahrungen? Wenn ein Kind krank ist und betreut werden muss, bleibe ich zu Hause. Oft habe ich ein schlechtes Gewissen, aber es ändert ja nichts an der Situation. Ich kann von zu Hause aus so gut es geht die Kollegen unterstützen. Und meine beiden älteren Kinder bleiben bei leichten Erkrankungen auch schon mal alleine zu Hause. Ich bleibe dann telefonisch mit ihnen in Kontakt und rufe in der Pause an. Aber drei Kinder werden in der Regel nicht dreimal so oft krank, da sie oft gleichzeitig erkranken oder um wenige Tage versetzt.Auf der Arbeit/ während der Arbeit
Hast du da Reaktionen von der Arbeit bekommen? „Du fehlst ganz schön oft, oder?“ Nein, aber bei uns im Kollegium sind auch viele, die Kinder haben. Da bin ich keine Besonderheit. Und auch wenn Kinder Mutter und Vater haben, muss einer bei Krankheit zu Hause bleiben. Gesamtgesellschaftlich betrachtet, ist egal ob die „Kind-Krank-Tage“ eine Person nimmt oder diese sich auf zwei Personen aufteilen. Nur für den eigenen Arbeitergeber ist es natürlich blöd. Also eine gute, flexible Arbeitsstelle ist auf jeden Fall hilfreich, die dir so viel Sicherheit gibt, dass du das machen kannst. Gefühlt sind mehr als 60% meiner Klient*innen Lehrer*innen. Von denen höre ich das Thema immer wieder und ich komme ja selber aus dem sozialen Bereich, von woher ich das auch kenne: Das Fehlen heißt es hat immer eine Konsequenz für die Personen, die da dran hängen die Schüler*innen, die Menschen die ich betreue. Hast du da manchmal Loyalitätskonflikte? Ja, das schon. Wenn ich weiß, dass mein Unterricht ausfällt, habe ich zuerst immer ein schlechtes Gefühl. Aber im nächsten Moment muss man weiterdenken: „Das hab ich mir nicht ausgesucht und meine Tochter ist jetzt einfach krank.“ Es gibt Dinge, die man nicht ändern kann. Und ich träume von einer Zeit, wo das auch völlig normal ist und jeder zu Hause bleiben kann und das gar nicht so ein Thema ist. Aber manche haben Angst vor dieser sozialen Schelte, „Du wolltest doch Solomutter werden und es allein machen, und jetzt soll ich auch noch für Dich vertreten?“ Von Kollegen, Vorgesetzten oder der Schulleitung habe ich das noch nie gehört. Wir Solomütter tun ja auch einiges für die Gesellschaft, indem wir alleine ein Kind groß ziehen. Das Einzige, was in meinem Fall jetzt öfter vorkam, ist, dass ein paar Eltern meiner Schüler sich darüber beklagen, dass Unterricht ausfällt. Schaue ich mir aber andere Klassen an, sieht es da nicht besser aus. Schwierig sind so Sachen wie Klassenfahrten oder Elternabende. Klassenfahrten muss ich ein Jahr im Voraus organisieren, weil dann meine Mutter herkommen muss, um auf die Kinder aufzupassen. Aber die Eltern wissen nicht, dass Du ein Kind aus einer Samenspende hast, dass Du Solomutter bist? Nein, aber die wissen, dass ich drei Kinder habe. Und es kann auch sein, dass sie wissen, dass ich alleinerziehend bin. Das kriegen die Leute schon mit. Ein paar meiner Schüler und mein Sohn spielen in einer Fußballmannschaft. Da begegne ich den Eltern auch in meiner Freizeit und dann sehen sie, dass ich meist drei Kinder im Schlepptau habe und kein Vater dabei ist. Interessant. Ich stelle Dir mal eine ganz konkrete Frage einer Solomutter. Wie sind deine Gedanken dazu? „Ich habe einen sehr großen Wunsch nach einem zweiten Kind, bin aber mit einem knapp zwei Jahre alten Kind schon überfordert.“ Hast du dir Gedanken fällt dir dazu was ein? Ich würde mich fragen, ob diese Überforderung temporär ist. Zweijährige sind einfach anstrengend, Dreijährige auch, finde ich. Das Babyjahr fand ich relativ entspannt, weil ich die ersten 14 Monate zu Hause war. Wenn das Kind erst knapp zwei Jahre ist, ist die Mutter vielleicht noch nicht so lange wieder im Job und der Alltag hat sich noch nicht eingespielt. Du ja gesagt vorhin gesagt: Mit der Schule/ mit der Arbeit ist auch manchmal gar nicht so leicht. Das ist auch eine der wichtigsten Fragen aus der Community: Wie kann ich das mit meiner Arbeit regeln? Du hast gesagt, Du arbeitest 80%. Ok bei Klassenfahrten musst du ein Jahr im Voraus planen. Gibt es
sonst noch etwas, was du zu Arbeit sagen kannst, wie sich das vereinbaren lässt? Das ist sehr individuell und kommt auf den Beruf an. Wichtig ist, rechtzeitig einen Ganztags-Kitaplatz zu suchen. Ich habe das direkt nach der Geburt gemacht. Die Zusage hatte ich drei Wochen vor Beginn der Eingewöhnung. Das war in einem Januar. Ich habe in meiner Gemeinde ziemlich Druck gemacht und mich regelmäßig telefonisch gemeldet und nachgefragt. Ich habe klipp und klar gesagt: Wenn ich im Januar keinen Kita-Platz bekomme, dann kann ich im Februar nicht als Lehrerin arbeiten. Ich habe absolut keine andere Betreuungsmöglichkeit. Hat geklappt, wenn auch kurzfristig. Meine Tochter kann von 7 – 17 Uhr betreut werden, in der Regel geht sie um 8 Uhr hin und ich hole sie zwischen 14 und 15 Uhr ab. Ich fahre extra etwas weiter dorthin. Viele meiner Kollegen zum Beispiel haben einfach die nächstbeste Kita um die Ecke genommen. Die schließt allerdings um 15:00 Uhr. Und die haben regelmäßig Stress, müssen Konferenzen früher verlassen usw. Ich als Alleinerziehende kann in solchen Fällen länger in der Schule bleiben und habe diesen Stress nicht. Der Nachteil an einem Ganztagsplatz ist hier leider, dass es ziemlich teuer ist. Ja, aber dafür hast du auch wahrscheinlich diese innere Entspannung: „Sollte es doch mal länger dauern, dann geht das“? Stimmt.Ist das überhaupt zu schaffen?
Und das bezieht sich auch auf die nächste Frage: Ab welchem Alter des Kindes wird es besser? Dann würdest du sagen ab vier Jahren? Ab vier Jahren wurden meine beiden Ältesten auf jeden Fall entspannter. Ich rate dazu, das Zuhause so anzupassen, dass die Kinder vieles alleine machen können. Die Kleidung meiner Tochter liegt nur in unteren Fächern (oben sind meine Sachen), so dass sie sich morgens ihre Sachen selbst holt und anzieht. Natürlich reden wir über das Wetter und ich sage ihr, ob kurz oder lang. Sie geht auch schon lange alleine auf die Toilette, zieht sich Schuhe selber an und aus, packt ihren Kita-Rucksack… Meine Tochter ist jetzt mit 3,5 Jahren noch mittendrin im Diskutieren, im Heulen, im Hinschmeißen, Fordern, nicht Wollen, nicht Einsehen und wieder ganz viel Diskutieren. Dann helfen die üblichen Tricks: das Kind Entscheidungen treffen lassen, wo es möglich ist. Und selber klar sein. Was mir wichtig ist, wird durchgesetzt (z.B. alles, was Sicherheit betrifft). Bei vielen anderen Sachen bin ich locker. Mein Sohn wollte z. B. einmal auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten keine Schuhe anziehen. Wir sind dann so los. Er auf Socken, dann fing es an zu regnen… Es kam nie wieder vor, dass er sich weigerte, Schuhe anzuziehen. Was würdest du sagen? Es gibt so ein Sprichwort „Ein Kind ist kein Kind, zwei Kinder sind wie drei …“ Ich frage lieber nicht, was nach dieser Rechnung dann drei Kinder sind. Wie siehts Du das? Ich fand tatsächlich den Sprung von null auf ein Kind am heftigsten, weil man überhaupt nicht weiß, was da kommt und weil man seinen ganzen Rhythmus umstellen muss. Schlaflose Nächte kannte ich nicht. Mein drittes Kind ist ja schon in diese ganzen Strukturen reingewachsen. Wir hatten also schon das Familienbett und den Familientisch und jeden Tag laufe ich sowieso schon zum Kindergarten oder in die Schule. Das gab es ja alles schon. Sie läuft einfach mit. Sie hat natürlich nicht diese ganze Aufmerksamkeit am Anfang bekommen wie der Erstgeborene. Sie musste zu jedem Fußballspiel des Bruders, auf jeden Einkauf, zu jedem Arzttermin und manchmal auch zum Elternabend mit. Ja, und was am Ende auch dazu geführt hat, dass Du sie vielleicht auch in der Trage getragen hast, also ganz eng an Dir dran. So hattet ihr die Möglichkeit, auch eine ganz enge Bindung zueinander aufzubauen? Genau. Meine Tochter lag nicht gerne im Kinderwagen. Die Trage hatte ich immer dabei und im Haushalt geht vieles auch mit Kind in der Trage. Sie guckt sich viel ab bei den Größeren und ist total schnell integriert gewesen. Wir mussten ja nicht erst Rituale erschaffen oder Strukturen, es war alles schon da. Da ist sie einfach reingewachsen. Die Erzieher im Kindergarten melden mir zurück, dass sie schon sehr selbstständig ist.Wie hat das Umfeld reagiert
Und wie hat das Umfeld reagiert, als du dir deinen (dritten) Kinderwunsch mit einer Samenspende erfüllt hast, gab es da denn besondere Reaktionen, an die du dich erinnerst? Viele waren schon überrascht, weil ich im Vorfeld tatsächlich nur meine Mutter und eine Freundin eingeweiht habe. Erst als ich schon schwanger war, das weitere Umfeld. Meine Tochter wurde überall herzlich aufgenommen, da habe ich jetzt keinen Unterschied bemerkt: Ich habe haufenweise Willkommensgeschenke und -karten bekommen. Sie kriegt sogar Geschenke von den Großeltern ihrer Brüder. Die Angst (vor solchen Fragen und Reaktionen) ist ja oft viel größer als das, was dann wirklich als Feedback zurückkommt. Viele sind ja auch im Nachhinein positiv überrascht. Aber es ist vielleicht noch mal eine besondere Sorge der Solomütter, die vor dem Weg „Geschwisterkind“ stehen, dass dann solche Fragen oder Vorwürfe kommen: „Du hast ja schon ein Kind und jetzt kommt noch ein zweites, bewusst.“ „Weißt du, was du dir da antust? Bist Du sicher, dass du dich damit nicht überforderst? Und jetzt bist Du den Weg auch noch freiwillig gegangen.“ Aber ich höre bei Dir raus: Bei Dir gab es solche Sorgen und Reaktionen nicht? Nein. Und wenn, dann würde ich das auch nicht verstehen, weil ein Kind mehr immer mehr Arbeit bedeutet, ob man jetzt eine Beziehung hat oder nicht. Ich lebe deutlich entspannter ohne Beziehung. Wenn noch ein anderer Erwachsener mitverantwortlich für die Familie ist, fordert das ständige Absprachen. Wer geht einkaufen, wer kocht, wer holt wann die Kinder ab? Was brauchen wir noch? Wer geht auf den Elternabend? Wann kann ich mal eine Stunde Zeit haben? Das hat man ja alles nicht. Ich entscheide das alleine und ich plane alleine und es geht deutlich schneller. Ich muss nicht noch für jemanden anderes mitdenken, Termine abstimmen und so weiter. Und da spart man ja unheimlich viel Kapazität ein, die man dann an anderer Stelle wieder für die Kinder hat. Ich unterstreiche das alles, was du gesagt hast, also bin total bei dir. Also ich bin ganz froh, dass ich mich mit niemanden über Impfungen, über Ernährung oder Kitaplatz unterhalten oder abstimmen muss. Ich kann das entscheiden. Und ich hole mir trotzdem meine Reflexion durch meine Freund*innen aus meinem Umfeld. Aber die Partnerschaft, das Abstimmen, das ist ja Arbeit und das ist eine Beziehung, die ich ja weiter führe und pflege.Die größte Herausforderung einer Solomutterschaft mit Geschwisterkindern
Was würdest Du sagen, was ist oder was war die größte Herausforderung an deinem Weg? Es kommen quasi jedes Jahr neue Herausforderungen. Mein Großer kommt jetzt in die sechste Klasse und spielt Fußball. Wir sind viermal die Woche auf dem Fußballplatz. Damit habe ich nicht gerechnet vor fünf Jahren als ich das dritte Kind plante. Größere Kinder haben Hobbys, und da wir nicht in einer Stadt wohnen, muss ich relativ viel fahren. Zur Zeit haben meine Kinder insgesamt sechs Termine für Hobbys pro Woche, dazu kommen Spielverabredungen, Arzttermine oder Besorgungen.Die Zauberfrage: „Was wäre, wenn…“
Wenn du die Zeit zurückdrehen könntest, gäbe es etwas, was du anders machen würdest? Du darfst Dir selbst aussuchen, ob zwei oder fünf Jahre. Gibt es da vielleicht irgendwo eine Stelle, wo du sagst, das hätte ich beschleunigen können, verlangsamen? Ich hätte die Trennung von meinem damaligen Partner, die sich über Jahre hinzog, viel früher machen sollen. Das war wie ein Kaugummi – immer hin und her. Man kann, wenn man in einer Beziehung ist, sich gar nicht vorstellen, wie es ist, allein zu sein. Ja, ich möchte wirklich sagen, dass ich glücklicher ohne Partner bin. Ich kann nicht ausschließen, dass noch mal irgendwann wieder ein Partner kommt, aber im Moment ist alles gut so wie es ist. Ich erlebe ganz oft bei Freunden und Bekannten, die auch alleinerziehend sind, dass sie ständig auf der Suche nach einem Partner sind. Ich empfinde es als einfacher, das Leben ohne Partner anzunehmen und es sich so schön zu machen wie möglich. Ich glaube, das es wichtig ist, sein Glück in sich selbst finden, in seinem Leben. Ich liebe es, mit meinen Kindern zusammen zu sein, aber ich liebe es auch, allein ein Buch zu lesen und Musik zu hören, kreativ zu sein und Reisen zu planen. Jetzt schweife ich ab… Also, das allermeiste würde ich nochmal genau so machen.Zu sich selbst finden
Wunder- wunderschön. Ich habe auch die Theorie, vielleicht für manche Wunschmütter, die noch in der Entscheidungsphase stecken, da geht es darum, loszulassen. Loslassen vom klassischen Plan A, der irgendwo tief in vielen von uns verankert ist oder war. „Ich brauche unbedingt einen Partner, ansonsten kann ich nicht glücklich werden. Dann werde ich unglücklich sein, weil der Staat/ die Gesellschaft, ALLE sagen uns, das muss so sein. Du kannst nur mit Partner*in glücklich werden.“ Wenn Du dann durch diese Trauerphase durch bist, dieses Loslassen oder wie auch immer Du das bezeichnen möchtest, wenn das Ergebnis da ist. Nämlich dieses Kind. Du siehst es vor dir und bist mit Stolz erfüllt, dass das Kind einfach da ist, das hilft da einfach noch ein bisschen, diesen Weg noch mehr zu begraben und dann wirklich mehr so wie du sagst, das eigene Glück zu finden, sich darauf zu konzentrieren und der Partner kann kommen oder nicht. Das ist dann nicht mehr so wichtig, weil ich bin jetzt aber ganz doll bei mir. Also, das ist ja auch etwas was, wo ich sagen würde, das habe ich gelernt, durch meinen ganzen Weg mehr bei mir zu sein und mehr zu mir zu finden. Ja, genau. Das hast du schön gesagt. Und man kann auch einfach flexibler und spontaner sein ohne Partner. Habe ich zum Beispeil Lust, die Wände im Wohnzimmer zu streichen, dann tue ich das einfach. Muss nichts absprechen. Danach geht es mir gut, weil ich das selber gemacht habe. Niemand außer mir selbst muss die Farbe schön finden.Und was vielleicht noch interessant ist
Vielen Dank. Möchtest Du noch etwas mitteilen? Mein Tagesablauf weicht wahrscheinlich von dem anderer Mütter ab. Ich stehe jeden Morgen um fünf auf, weil ich meine Morgenruhe brauche, wenn die Kinder noch schlafen. Ich trinke in Ruhe meinen Kaffee, höre Nachrichten und mache dann etwas Haushalt und bereite die drei Brotboxen vor. Erst danach wecke ich die Kinder. Ich habe allerdings am Abend keine Zeit für mich (ich glaube, viele machen es umgekehrt?!). Ich mache mich abends gegen 20 Uhr gemeinsam mit meiner Tochter fertig zum Schlafengehen. Gegen 21 Uhr bin ich dann mit den beiden Jüngsten im Bett. Der Tag war anstrengend und ich bin dann echt müde. Oft schlafe ich zeitgleich mit den Kindern ein, manchmal lese ich noch. Und wenn mir mal alles irgendwie über den Kopf wächst und es hier aussieht wie im Saustall und es viel zu laut ist, dann denke ich, dass es in vielen Jahren, wenn die Kinder aus dem Haus sind, genau das sein wird, was ich vermissen werde. Und schon kann ich das Chaos wieder besser ertragen. Das ist ein sehr, sehr schöner Gedanke, das kann ich auch gut nachvollziehen. Es gibt immer mal Situationen, in denen wir Solomütter oder einfach Eltern wütend werden oder genervt sind. Z.B. wenn das Kind schon wieder das Brot abpult, statt es zu essen oder der Katze schon wieder am Schwanz zieht. Da sind solche Gedanken sicher ganz hilfreich. Wichtig war es mir auch immer, eigene Träume und Ziele nicht aus dem Kopf zu verlieren, Erinnerungen zu schaffen. Das können kleine und große sein. Als meine Tochter 10 Monate alt war, bin ich mit meinen drei Kindern nach New York geflogen. Wir sind durch den Central Park in Manhattan gelaufen und mir wurde nochmal bewusst, was auch alles als Solomama möglich ist. An diesen Moment denke ich noch oft zurück, gerade wenn der Alltag mal nicht rund läuft und dann habe ich wieder dieses „Du-schaffst-das-Gefühl“ in mir. Ok, vielen Dank für das herzliche Gespräch!!!Überlegst Du selber auch, ob Du ein zweites oder drittes Kind mit Samenspende bekommen möchtest? Bist Du selbst Solomutter von mehreren Kindern und möchtest Dich vernetzen?
Besuch uns bei den Vernetzungstreffen. Am 02.12.2022 16 Uhr findet das nächste Online-Vernetzungstreffen für Solomütter mit mehreren Kindern oder mit Wunsch nach einem zweitem Kind statt. Sei dabei und vernetze Dich. Alle aktuellen Termine erfährst Du im Newsletter.